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St. Gregorius im ElendDie »Elendskirche« ist nicht nur eine der wenigen noch erhaltenen spätbarocken Kirchen in Köln, sie ist zudem die einzige, die sich im Besitz einer Familienstiftung befindet. Die Familie von Groote, die im 16. Jahrhundert aus den Niederlanden nach Köln geflüchtet war, hatte die Kirche St. Gregorius im Elend zum Gedächtnis der »Elenden« errichtet. Am Ort des Kirchenbaus, dem »ellendigen kirchoeve«, wurden einst die in Köln verstorbenen Fremden, Ketzer, Heimatlosen und Armen bestattet. Die Elendskirche ist ein sehr gutes Beispiel des späten rheinischen Barock, ein Stil, der in Köln bei Sakralbauten nur selten vertreten ist. Besonders der mit reichen skulpturalen Elementen verzierte Außenbau ist im heutigen Kölner Stadtbild einzigartig. Von dem einschiffigen gewölbten Backsteinbau blieben nach dem Krieg nur die Außenmauern übrig. In der Nachkriegszeit baute man ihn, wenn auch mit schlichterer Innenausstattung, mit Mitteln des Erzbistums, des Landes- und des Stadtkonservators wieder auf. Am 12. März 1967 wurde St. Gregor erneut geweiht. Auch nach dem Wiederaufbau knüpfte die Familienstiftung von Groote wieder an die ursprüngliche Stifteridee an. So wurde die Kirche erneut zur Heimstatt für Ausländer und Minderheiten; die Seitenaltäre etwa sind den ungarischen und polnischen Flüchtlingen geweiht. Besonders sehenswert ist der mit einer Tiara gekrönte, grinsende Totenschädel aus dem 17. Jahrhundert, den man über dem Westportal besichtigen kann. Deutlich erinnerte er die Menschen seines Jahrhunderts daran, daß der Tod über alles Oberflächliche und Irdische triumphiert. |
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