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Alt St. HeribertDie Kirche Alt St. Heribert im rechtsrheinischen Deutz, erbaut nach dem Vorbild der Aachener Pflazkapelle, wurde im Laufe ihrer Geschichte mehrmals zerstört. Deutz war bis zur Eingemeindung im Jahr 1888 eine selbstständige Stadt und gehörte mehrere Jahrhunderte nicht zum Kölner Territorium. Seine Lage direkt gegenüber der alten römischen Stadt am anderen Ufer des breiten Stroms machte Deutz jedoch zu einem idealen Festungsstandort, den man im Fall einer Auseinandersetzung gut gegen Köln instumentalisieren konnte. So wurde die Kirche 1376 zerstört, um dem Erzbischof ihre Nutzung als Stützpunkt zu verwehren. Das gleiche Schicksal erfuhr sie etwa drei Jahrhunderte später im Truichsessischen Krieg. Die Chorflankentürme und die welschen Dächer der heutigen barocken Kirche stammen aus dem 19. Jahrhundert. Die heutige Kirche entstand im wesentlichen 1956 bis 1977 als Rekonstruktion in Anlehnung an ihre alten Formen. Seit 1994 wird die Kirche von der griechisch-orthodoxen Gemeinde genutzt. |
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