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Mittelalterliche StadtmauerDie ca. 7,5 km lange Stadtmauer wurde im 12. bis 13. Jahrhundert erbaut. Der Mauerring wurde von insgesamt 52 Wehrtürmen gesichert, man erreichte das Innere der damals größten deutschen Stadt durch zwölf Torburgen und einige kleinere Pforten. Damit wurde Köln zur größten Festungsstadt nördlich der Alpen - und das ganz ohne Segen der Obrigkeit. Die Kölner Bürger beschlossen 1180 diese Maßnahme, ohne Erzbischof Philipp um Erlaubnis zu bitten.
Die neue Stadtmauer verlief ein wenig einwärts der Ringe; Straße wie Severinswall, Kartäuserwall, Pantaleonswall erinnern noch an ihren Verlauf. Die Befestigung umschloss insgesamt 402 Hektar, die aber nicht vollständig bebaut war. Über das alte Territorium hinaus wurden auch die Gebiete um die Kirchen St. Severin, St. Pantaleon und St. Gereon mit aufgenommen, so dass nun auch auch zahlreiche Ackerflächen und Gärten innerhalb der Mauer lagen. 1881 kaufte die Stadt Köln die Mauer für 12 Millionen Mark vom Preußischen Staat ab und begann sie einzureißen, weil die Bevölkerungszahl auf über 100.000 angewachsen war und eine Vergrößerung des Stadtgebiets unumgänglich geworden war. Das freigewordene Bauland wird bald für zahlreiche Gebäude genutzt, es entstehen große Ringboulevards und Vororte wie Longerich, Müngersdorf, Nippes, Bayenthal und Lindenthal werden eingemeindet. So verdoppelt sich die Fläche Kölns binnen kürzester Zeit. ...mehr über Architektur des Mittelalters in Köln |
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