
Das Freie Werkstatt Theater befindet sich in einem gründerzeitlichen Fabrikgebäude im Blockinnenbereich am Zugweg in der Kölner Südstadt
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Als Theaterstadt hat Köln sich weil über die Stadtgrenzen hinaus etabliert und das nicht nur wegen der städtischen Bühnen. Keine andere deutsche Stadt hat eine so lebendige, über Jahre gewachsene freie Theaterszene. Weit über 60 private Theater bieten jeden Abend ein abwechslungsreiches Programm, in dem sich für jeden Geschmack und jede Stimmung die richtige Vorstellung finden lässt.
Boulevard-Stücke mit vielen bekannten Stars zeigt z.B. das »Theater am Dom«; im charmanten »Senftöpfchen« begrüßt Prinzipalin Alexandra Kassen ihre Gäste zu Kabarett, Travestie oder Chanson-Abenden; Kabarett bietet vor allem auch die »Comedia Colonia«; zu den rennomiertesten Privattheatern gehören das Theater »Der Keller« und das Theater »lm Bauturm«, beide mit literarisch ambitioniertem, zeitgenössischem Theater und gesellschaftspolitischen Fragestellungen; fremdsprachiges Theater kann man regelmäßig in dem intimen »Theater am Sachsenring« erleben, wo Tony Dunham sozusagen zum Hausautor avanciert ist. Einen Sonderfall in der deutschen Theaterlandschaft bildet das »Volkstheater Millowitsch« eine urkölsche Institution, die Millionen von Fernsehzuschauern und Rundfunkhörern zum Begriff geworden ist: Die Familie spielt in der sechsten Generation seit 1848 in Köln Theater.
Ergänzt wird dieses regelmäßige Programm durch ganz besondere Highlights. Eines davon ist das zweisprachige Festival, welches seit vielen Jahren im Frühjahr die Studiobühne veranstaltet: Z.B. 2002 stand eine Irisch-Deutsche Theaterwoche auf dem Programm, in der freie Gruppen der »Grünen Insel« in Köln zu Besuch waren. Das »Theater im Bauturm« ist seit mehreren Jahren Gastgeber des »Iranischen Theaterfestivals«. Ebenfalls zu den Highlights darf seit 2001 die »Kölner Theaternacht« gezählt werden, ein bundesweit einmaliges Ereignis: Am 2. Oktober öffneten alle privaten Theater und die städtischen Bühnen eine ganze Nacht lang ihre Türen. Shuttlebusse brachten die Zuschauer von Haus zu Haus und selbst unterwegs fand in den Bussen Theater statt. Bei einer gigantischen Abschlussparty trafen sich Zuschauer und Theaterleute in den frühen Morgenstunden im Foyer des Opernhauses, um gemeinsam zu feiern. Allen Unkenrufen zum Trotz, die das Theater in der letzten Zeit für tot erklären wollten, lässt sich für die Domstadt nur sagen: Die Kölner lieben ihre Bühnen und die Kölner Theatermacher lieben ihr Publikum!
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