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Geschichte & Religion

Geschichte

Zeichnung 1619

Die Stadt Collen im Jahr 1619

> Übersicht
 Blüte im Mittelalter   Köln heute  Daten zur Stadtgeschichte 
 Das heilige Köln   Religiöse Veranstaltungen 2009  

Unter den deutschen Großstädten ist Köln die älteste. Ihr Name geht zurück auf die Römer, die ihre »Colonia« 50 n. Chr. zur Stadt erhoben.

Der kaiserliche Statthalter Roms residierte hier, und die Stadt entwickelte sich rasch zu einem der wichtigsten Handels- und Produktionszentren des Imperiums nördlich der Alpen. Schon in der Spätantike brachten die Römer das Christentum nach Köln, das Bischofssitz wurde. Nach den Wirren der Übergangszeit, in der die Stadt unter fränkische Herrschaft geriet, gründete Karl der Große 785 das Erzbistum Köln. Der Kölner Erzbischof, einer der mächtigsten Feudalherren im Heiligen Römischen Reich, wurde Kanzler für Italien (11. Jhd.) und Kurfürst (14. Jhd.).

St. Ursula
Kaum eine andere Heilige ist so schillernd und vieldeutig wie die Hl. Ursula. Sie wurde in Köln, dessen Stadt»patronin« sie ist, hoch verehrt. Die St. Ursula Kirche in Köln ist ihr gewidmet. In ihrer Gestalt spiegelt sich Diane-Artemis, die große göttliche Jägerin ebenso wie Holla mit ihrer »wilden Jagd«. Ihre Legenden rufen Erinnerungen wach an amazonische Frauentraditionen unseres Kulturkreises und erzählen von jungfräulichem Eigen-Sinn, weiblicher Durchsetzungskraft und ungezähmtem Freiheitsdrang.
In Köln, in Süddeutschland und dem gesamten Alpenraum gibt es bis heute zahlreiche Bezüge zwischen Ursula, Karnevals-, bzw. Faschingsbrauchtum und insbesondere der Weiberfastnacht, dem sog. Unsinnigen Donnerstag.

Blüte im Mittelalter

Die Stadt erlebte im Mittelalter eine neue Blütezeit: etwa vom 12. bis 15. Jahrhundert war sie die bevölkerungsreichste und eine der wohlhabendsten Städte im deutschen Sprachraum. Seit dem Jahre 1288, ihrem militärischen Sieg über den Erzbischof und Stadtherrn, hatten die Bürger Kölns die politische und wirtschaftliche Macht in die eigenen Hände genommen, auch wenn Kölns Status als Freie Reichsstadt de iure erst 1475 bestätigt wurde. Die Bürgerschaft gründete 1388 die erste städtische Universität. Köln spielte früh eine wichtige Rolle als Vorort der Hanse und als Messezentrum. Kölns einzigartige Kirchen, die Reste seiner Stadtbefestigung und zahlreiche Bürgerbauten (Rathaus, Gürzenich, Overstolzenhaus u.a.m.) künden ebenso wie hier geschaffene Kunstwerke noch heute vom Reichtum und von der Frömmigkeit des »Hilligen Köln«.

Frankreich und Preußen bestimmen Kölns Entwicklung

Nach der Entdeckung der Neuen Welt, der Einführung neuer Wirtschaftsformen und Handelswege sowie dem Aufkommen der Nationalstaaten in Europa folgte für Köln ein wirtschaftlicher Niedergang bis ins 19. Jahrhundert. Auch die politische Macht verfiel: 1794 wurde Köln von französischen Revolutionstruppen besetzt, 1815 Teil des Königreiches Preußen. Mit der industriellen Revolution, deren Chancen die Stadt früh erkannte und nutzte, mit den stufenweisen Eingemeindungen großer Teile des Umlandes, mit umsichtiger kommunaler Politik gegenüber Preußen und später dem Deutschen Reich, begünstigt von der neuerwachten nationalen Begeisterung für Kölns mittelalterliche Vergangenheit, begann ein neuer, immenser Aufschwung für die Stadt, der bis heute fortdauert - trotz der verheerenden Folgen zweier Weltkriege.

Köln heute

So präsentiert sich Köln heute, mit dem Erbe seiner alten und wechselvollen Geschichte, als
• eine Kunst- und Messestadt von Weltrang
• ein Verkehrs- und Wirtschaftszentrum Westeuropas
• und, last but not least: eine vitale, liebenswürdige Stadt, in der große Vergangenheit und Gegenwart, Wirtschaft und Kultur eine faszinierende Verbindung eingehen und in der die Menschen – nicht nur im berühmten Karneval – gern lachen und leben und auch ihre Mitmenschen leben lassen. Es kann daher kaum verwundern, daß die Stadt immer mehr Besucher anzieht: Der Kölner Dom ist das meistbesuchte Bauwerk Deutschlands.
Der alte Römer-Spruch bewahrheitet sich neu:
»Wer Köln nicht gesehen hat, hat Deutschland nicht gesehen.« Denn es gibt unglaublich viel zu sehen in Köln.


Historischer Atlas


Köln als historischer Augenschmaus, der lehrreich unterhält


Kleine Geschichten der Stadt Köln


Von Sammlern und Jägern, Römern, Merowingern, Franzosen und Nazis in der Domstadt


Gürzenich

Gipfel-Trilogie im Juni 1999 in Köln

Kölnarena

Die Lanxess Arena ist Deutschlands größte Veranstaltungshalle

Dom zwischen Trümmern

Kölner Dom ragt empor inmitten der zerstörten Stadt, Aufnahme von Hugo Schmölz aus den 50er Jahren

Gemälde Kölner Dom

Gemälde: Kölner Dom

Hillinus Codex

Der erste karolingische Dom, dargestellt im Widmungsbild des Hillinus-Codex

Daten zur Stadtgeschichte nach oben

Datum Ereignis
2006 Im Kölner RheinerEnergieStadion werden fünf Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 ausgetragen.
2005 Über eine Million Menschen strömt zum 20. Weltjugendtag nach Köln. Anlässlich des katholischen Jugendfestes besucht auch der frisch gekürte Papst Benedikt XVI. die Domstadt.
2003 Die ICE-Verbindung nach Frankfurt und - Anfang 2004 - ein unterirdischer ICE-Bahnhof am Flughafen Köln/Bonn werden für den Betrieb freigegeben.
1999 Köln ist »Gipfelstadt«: Die Regierungschefs der führenden westlichen Industrieländer und Rußlands (G8) treffen sich in Köln.
1998 Die Kölnarena (seit 2008 Lanxess Arena) wird eröffnet, Deutschlands größte Veranstaltungshalle für über 18.000 Besucher.
1998 750jähriges Jubiläum der Grundsteinlegung des Kölner Doms und Gotisches Jahr.
1986 Eröffnung des Kulturzentrums am Rhein mit Wallraf-Richartz-Museum/Museum Ludwig und Kölner Philharmonie.
1985 Jahr der Romanischen Kirchen, wiedererstanden nach schwersten Zerstörungen.
1984 Fertigstellung des Rheinufertunnels. Die Kölner Altstadt liegt wieder direkt am Rhein.
1975 Durch die kommunale Gebietsreform wird Köln Millionenstadt.
24.8.1972 Das wiederhergestellte Historische Rathaus wird eröffnet.
13.10.1946 Der erste Rat der Stadt nach dem Krieg wird frei gewählt.
1942 -1945 Zerstörung der Innenstadt im Zweiten Weltkrieg zu 90 %, des Stadtgebietes zu 72 %.
1925 Amerikas Automobilpionier Ford startet seine Produktion in Köln; Ford ist heute Kölns größter Arbeitgeber.
1922 Die Koelnmesse wird gegründet.
1881 Abriss der mittelalterlichen Stadtmauer und Erweiterung des Stadtgebiets (bis ca. 1914).
1880 Dombauvollendung.
1842 Beginn des Weiterbaus am Kölner Dom.
1823 Das neue Festkomitee organisiert den ersten Rosenmontagszug im Kölner Karneval.
1815 Köln und das Rheinland werden preußisch.
1794 Französische Revolutionstruppen erobern die Stadt. Köln wird Teil Frankreichs.
1560 Der Dombau wird eingestellt.
1553 Gründung der Kölner Börse, einer der ältesten der Welt.
1475 Köln wird offiziell Freie Reichsstadt (de facto bereits seit 1288).
1396 Proklamation einer neuen Stadtverfassung (»Verbundbrief«).
1388 Gründung der Kölner Universität als erste städtische Universität in Europa.
1360 Erste Kölner Messe-Ordnung.
1355 Bestätigung des Stapelrechtes durch Kaiser Karl IV. Kölns Bürger kontrollieren den Rheinhandel.
1288 Schlacht bei Worringen. Köln wird freie Stadt.
1248 Grundsteinlegung des Kölner Doms unter Erzbischof Konrad von Hochstaden.
1180 Dritte Stadterweiterung. Köln ist mit ca. 40.000 Einwohnern größte Stadt des Reiches. Sie wird mit einer neuen Stadtmauer geschützt.
1164 Überführung der Reliquien der Heiligen Drei Könige von Mailand nach Köln.
um 950 Erste Stadterweiterung zum Rhein hin.
881 Normannen plündern die Stadt.
870 Der karolingische Dom wird vollendet.
um 800 Kaiser Karl der Große erhebt das Kölner Bistum zum Erzbistum.
um 460-510 Eingliederung Kölns in das Reich der ripuarischen Frankenkönige (heutiges Frankreich und Westdeutschland)
um 310 Kaiser Constantin läßt eine Rheinbrücke in Köln und am rechten Rheinufer das Militär-Castell Deutz errichten.
50 n. Chr. Kaiser Claudius verleiht auf Wunsch seiner Gattin, der Kaiserin Agrippina, dem »Oppidum Ubiorum« unter dem neuen Namen »Colonia Claudia Ära Agrippinensium«(CCAA) die Stadtrechte. Über Zwischenformen (Cöllen, Cöln) entsteht später der Stadtname KÖLN.
38 v. Chr. Wahrscheinliche Gründung des »Oppidum Ubiorum« nach Umsiedlung des germanischen Stammes der Ubier vom rechten Rheinufer auf die linksrheinische Seite durch Marcus Vipsanius Agrippa
um 300 v. Chr. Germanen verdrängen die am Niederrhein ansässigen Kelten.
um 3000 v.Chr. Bandkeramiker besiedeln den Kölner Raum.


Köln - 2000 Jahre
Höhenwanderung über die Gipfel kölnischer Geschichte


Quellen zur Geschichte der Stadt Köln I

Historische Berichterstattung aus erster Hand

Quellen zur Geschichte der Stadt Köln II

Neue Einblicke in alte Dokumente


Jüdisches Kulturerbe

Wider das Vergessen


Drei Könige...

Köln – ein Mosik, über Jahrtausende aus buntem „Multikulti“ zusammengefügt


Papst

Papst Benedict predigt in Köln auf dem Weltjugendtag

Synagoge in der Roonstraße

Gottestracht

Mühlheimer Gottestracht: Fronleichnamsprozession auf dem Rhein

Gemälde Kölner Dom

Weihnachtsmarkt auf dem Altermarkt

Evangelischer Kirchentag 1


Evangelischer Kirchentag 1

Evangelischer Kirchentag 1

Evangelischer Kirchentag

Das heilige Köln nach oben

Colonia Claudia ara Agrippinensium: der offizielle Gründungsname der antiken Stadt Köln. Bereits der Zusatz ara (lat. Altar) zeichnet Köln als religiöses Zentrum aus. Das Christentum hielt im 3. Jahrhundert Einzug am Rhein. Der erste überlieferte Kölner Bischof ist Maternus im Jahre 313.

Schon im Hochmittelalter war Köln in ganz Europa als das »hillige Kölle« und als größtes Handelszentrum jenseits der Alpen bekannt. Heiligkeit und wirtschaftlicher Erfolg gehören hier eng zusammen: Rainald von Dassel ließ im Jahre 1164 die Gebeine der Heiligen drei Könige von Mailand nach Köln überführen. Damit besaß die Stadt die wichtigsten Reliquien der christlichen Welt und wurde zum herausragenden Pilgerziel des christlichen Mittelalters. Mit den Pilgern kamen Kaufleute und Künstler; das Gastgewerbe, die Handwerke und der Handel blühten und Köln wurde eine der reichsten Städte des Mittelalters.

Die jüdische Gemeinde Kölns ist die älteste nördlich der Alpen und bestand schon zur Zeit Konstantins um 321. Im Hochmittelalter, 1183, bekam sie ein eigenes Viertel in der Altstadt zugewiesen, das man mit Toren schließen konnte. Noch heute sind die Überreste der rituellen Bäder, die Mikwe, unter der Glaspyramide am Rathausplatz zu sehen. Viele Juden kamen bei den mittelalterlichen Pogromen ums Leben; die zum Teil sehr schönen und kunstvollen Synagogen der Neuzeit fielen 1938 den Novemberpogromen der Nazis zum Opfer.

Heute sind ca. 40% der Einwohner katholisch, 20% evangelisch und 10% muslimisch. Die restlichen 30% entfallen auf christliche Freikirchen sowie auf andere Religionen und konfessionslose Kölner. Die katholische Kirche hat die Stadt seit fast 1.700 Jahren geprägt, und dies nicht nur architektonisch durch Kölns Wahrzeichen, den Dom, der – im Vergleich zu anderen Sehenswürdigkeiten in Deutschland – die meisten Besucher anzieht. An Prozessionen, Krippenfahrten und Wallfahrten nehmen Jahr für Jahr viele Gläubige teil, beispielsweise auf dem Jakobsweg, der auch durch Köln führt. Hunderttausende haben beim Weltjugendtag 2005 den Papst in Köln und auf dem Marienfeld bei Frechen gefeiert; 2007 trafen sich die Protestanten Deutschlands in Köln zum 31. Deutschen Kirchentag.Dennoch gilt die Stadt in religiösen Dingen als sehr liberal: So wurde der Umzug des »Zentralrats der Muslime« nach Köln (2006) damit begründet, die Domstadt sei die »heimliche Hauptstadt des Islam in Deutschland«.

Religiöse Veranstaltungen 2009 nach oben

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Kirchenmusik


> Mehr zum Thema
Erzbistum Köln
Marzellenstr. 32 • 50668 Köln
Tel.: 0221/1642-0 • Fax: -700
www.erzbistum-koeln.de
info@erzbistum-koeln.de
Evangelischer Stadtkirchenverband Köln
Kartäusergasse 9-11 • 50678 Köln
Tel.: 0221/33821-17, Fax: -21
www.kirche-koeln.de
Katholische Pfarrgemeinde der Alt-Katholiken »Christi Auferstehung«
Jülicherstr. 28 • 50674 Köln
Tel.: 0221/2405-032, Fax: -132
www.ak-koeln.de
Neuapostolische Kirche Köln-West
Wickratherhofweg 22 • 50859 Köln
Tel.: 02234/941743
www.nak-koeln-west.de
alfred.krempf@t-online.de
Deutsch-Orthodoxe Kirche
Teutoburgerstr. 2 • 50678 Köln
Tel.: 0221/386832
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Russisch-Orthodoxe Kirche
Kalk-Mülheimerstr. 128
51063 Köln-Deutz
Tel.: 0221/856552
www.orthodoxy.de
Anglican Church
Bonnerstr. / Ecke Lindenallee • 50678 Köln
Tel.: 0221/58790-14, Fax: -14
www.anglicanbonn
cologne.de
Armenische Kirche
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Baptist Church
Rheinaustr. 9 • 50676 Köln
Tel.: 0221/218860, Fax: -2786974
www.ibc-cologne.de
Islamische Gemeinschaft • Jamaatun Nur
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Tel.: 0221/61-7227
www.jamaatunnur.de
jamatunnur@t-online.de
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Tel.: 0221/713307
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Tel.: 0221/92156-00 • Fax: -09
www.sgk.de
synagoge-koeln@
netcologne.de
Buddhistische Zentrum Köln der Karma Kagyü Linie e.V.
Aquinostr. 27 • 50670 Köln
Tel.: 0221/7327-475 • Fax: -475
www.buddhismu
s-koeln.de

koeln@diamondway
center.org
Kölner Buddhafield, Osho Uta Meditation
Venloerstr. 5-7 • 50672 Köln
Tel.: 0221/5740730
www.oshouta.de
www.oshotimes.de
Hindu Tempel HARI OM MANDIR
Wikingerstr. 62 • 51107 Köln
Tel.: 0221/80278-14 • Fax: -15
Hindu Tempel (2)
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51063 Köln
Tel: 0221-6309063
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