Geschichte & Religion |
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![]() Die Stadt Collen im Jahr 1619 |
Unter den deutschen Großstädten ist Köln die älteste. Ihr Name geht zurück auf die Römer, die ihre »Colonia« 50 n. Chr. zur Stadt erhoben. Der kaiserliche Statthalter Roms residierte hier, und die Stadt entwickelte sich rasch zu einem der wichtigsten Handels- und Produktionszentren des Imperiums nördlich der Alpen. Schon in der Spätantike brachten die Römer das Christentum nach Köln, das Bischofssitz wurde. Nach den Wirren der Übergangszeit, in der die Stadt unter fränkische Herrschaft geriet, gründete Karl der Große 785 das Erzbistum Köln. Der Kölner Erzbischof, einer der mächtigsten Feudalherren im Heiligen Römischen Reich, wurde Kanzler für Italien (11. Jhd.) und Kurfürst (14. Jhd.). Die Stadt erlebte im Mittelalter eine neue Blütezeit: etwa vom 12. bis 15. Jahrhundert war sie die bevölkerungsreichste und eine der wohlhabendsten Städte im deutschen Sprachraum. Seit dem Jahre 1288, ihrem militärischen Sieg über den Erzbischof und Stadtherrn, hatten die Bürger Kölns die politische und wirtschaftliche Macht in die eigenen Hände genommen, auch wenn Kölns Status als Freie Reichsstadt de iure erst 1475 bestätigt wurde. Die Bürgerschaft gründete 1388 die erste städtische Universität. Köln spielte früh eine wichtige Rolle als Vorort der Hanse und als Messezentrum. Kölns einzigartige Kirchen, die Reste seiner Stadtbefestigung und zahlreiche Bürgerbauten (Rathaus, Gürzenich, Overstolzenhaus u.a.m.) künden ebenso wie hier geschaffene Kunstwerke noch heute vom Reichtum und von der Frömmigkeit des »Hilligen Köln«. Frankreich und Preußen bestimmen Kölns Entwicklung Nach der Entdeckung der Neuen Welt, der Einführung neuer Wirtschaftsformen und Handelswege sowie dem Aufkommen der Nationalstaaten in Europa folgte für Köln ein wirtschaftlicher Niedergang bis ins 19. Jahrhundert. Auch die politische Macht verfiel: 1794 wurde Köln von französischen Revolutionstruppen besetzt, 1815 Teil des Königreiches Preußen. Mit der industriellen Revolution, deren Chancen die Stadt früh erkannte und nutzte, mit den stufenweisen Eingemeindungen großer Teile des Umlandes, mit umsichtiger kommunaler Politik gegenüber Preußen und später dem Deutschen Reich, begünstigt von der neuerwachten nationalen Begeisterung für Kölns mittelalterliche Vergangenheit, begann ein neuer, immenser Aufschwung für die Stadt, der bis heute fortdauert - trotz der verheerenden Folgen zweier Weltkriege. So präsentiert sich Köln heute, mit dem Erbe seiner alten und wechselvollen Geschichte, als |
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Gipfel-Trilogie im Juni 1999 in Köln Die Lanxess Arena ist Deutschlands größte Veranstaltungshalle Kölner Dom ragt empor inmitten der zerstörten Stadt, Aufnahme von Hugo Schmölz aus den 50er Jahren Gemälde: Kölner Dom Der erste karolingische Dom, dargestellt im Widmungsbild des Hillinus-Codex |
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Historische Berichterstattung aus erster Hand Neue Einblicke in alte Dokumente Köln ein Mosik, über Jahrtausende aus buntem Multikulti zusammengefügt |
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Papst Benedict predigt in Köln auf dem Weltjugendtag Synagoge in der Roonstraße Mühlheimer Gottestracht: Fronleichnamsprozession auf dem Rhein Weihnachtsmarkt auf dem Altermarkt
Evangelischer Kirchentag |
Colonia Claudia ara Agrippinensium: der offizielle Gründungsname der antiken Stadt Köln. Bereits der Zusatz ara (lat. Altar) zeichnet Köln als religiöses Zentrum aus. Das Christentum hielt im 3. Jahrhundert Einzug am Rhein. Der erste überlieferte Kölner Bischof ist Maternus im Jahre 313.
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