| Name / Ehrenbürger seit |
Aktivitäten / Verdienste |
Alfred Neven DuMont,
Zeitungsverleger
* 29.03.1927,
Ehrenbürger seit 4.6.2001 |
Spross einer alten Kölner Verlegerfamilie, leitet Alfred Neven DuMont seit 1955 als Herausgeber den "Kölner Stadtanzeiger" und gründete 1964 die Boulevardzeitung "Express". Seit 1991 ist er außerdem Herausgeber der "Mitteldeutschen Zeitung" in Halle. Die deutschen Zeitungsverleger wählten ihn 1984 für vier Jahre zum Präsidenten ihres Bundesverbandes, die Kölner Unternehmer 1990 für acht Jahre zum Präsidenten der Industrie- und Handelskammer. Kunstliebhaber Neven ist Gründer des Stifterrats des Wallraf-Richartz-Museums und Vorsitzender des "Deutschen Komitees The Peres Center for Peace". |
Hans Imhoff,
Unternehmer
* 12.3.1922,
Ehrenbürger seit 4.6.2001 |
Der gebürtige Kölner und gelernte Kaufmann Hans Imhoff arbeitete zunächst als Lebensmittelgroßhändler in Bullay an der Mosel, bevor er dort 1948 die Imhoff-Schokoladen- und Pralinenfabrik gründete. Als deren Umsatz in den 70er Jahren die 100 Millionen Mark überstieg, bot man ihm die Übernahme der traditionsreichen Schokoladenfabrik Stollwerck in Köln an. Imhoff sanierte das Unternehmen, führte es mit weltbekannten Marken und internationaler Expansion zum Milliardenumsatz und wurde selbst zu einem der 100 reichsten Männer Deutschlands. Im Kölner Rheinauhafen errichtete der Selfmademan ein Schokoladenmuseum, das 1993 eröffnet wurde. Weniger als 10 Jahre später stiftete er 150 Millionen Mark zur Förderung von Kunst, Kultur und Wissenschaft. |
Dr. h. c. Norbert Burger, Oberbürgermeister
* 24.11.1932,
Ehrenbürger seit 21.10.1999 |
19 Jahre - von 1980 bis 1999 - hatte Norbert Burger das Amt des Kölner Oberbürgermeisters inne, so lange wie kein anderer in diesem Jahrhundert. Der Jurist kann 2000 Jahre Köln je nach Bedarf in drei Minuten bis zwei Stunden erzählen und hat der Stadt seinen Stempel aufgedrückt. "Kölscher Klüngel" ist für Burger nichts anderes als "das Ausräumen von Schwierigkeiten im Vorfeld von Entscheidungen".
Seit 1957 Mitglied in der SPD, wurde er 1975 Ratsherr in Köln, Mitglied des SPD-Fraktionsvorstandes und Vorsitzender des Sozialausschusses. 1963 trat Norbert Burger in den öffentlichen Dienst der Stadt Köln ein und machte schnell Karriere: 1965 wurde er Leiter des Schulverwaltungsamtes, 1970 Sozialdezernent. 1973 wechselte er als Vize-Chef des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung. |
Prof. Dr. h. c. mult. Irene Ludwig,
Kunstsammlerin und Stifterin
* 7.06.1927,
Ehrenbürgerin seit 13. 12. 1994 |
Wie ihr Mann Peter hat auch Irene Ludwig ihr Leben dem Studium und der Sammlung von Kunst gewidmet. Obwohl Aachen ihre Heimatstadt ist, entwickelten beide eine besondere Beziehung zu Köln, die 1976 zur Gründung des Museum Ludwig führte und Teile ihrer Sammlung als Dauerleihgabe oder Schenkung präsentierte. 1986 entstand der Museumskomplex in der Bischofsgartenstraße. Das Museum Ludwig beherbergt heute rund 1.700 Objekte aus der Sammlung Ludwig, hauptsächlich aus den Bereichen Pop Art, Amerikanische und Europäische Kunst der 60er und 70er Jahre, Deutsche Kunst der 70er und 80er Jahre sowie Russische Kunst der Ersten und Zweiten Avantgarde. Mit der Übergabe von 180 Werken Picassos aus fünf Jahrzenten wurde der Grundstein für die weitere Expansion des Museum Ludwig gelegt. Erst kürzlich hat Irene Ludwig diesem Haus weitere 100 hochkarätige Dauerleihgaben übergeben.
Irene Ludwig ist auch Vorsitzende der "Peter und Irene Ludwig Stiftung", eine wichtige Institution für die Weiterentwicklung der Kunst und Kultur innerhalb und außerhalb Deutschlands. |
John van Nes Ziegler,
Oberbürgermeister und Landtagspräsident
* 20. 5. 1921,
Ehrenbürger seit 23. 4. 1991 |
Der in Köln geborene van Nes Ziegler studierte Rechts- und Staatswissenschaft und trat1946 in die SPD ein. 1953 wurde er Mitglied der Landtages Nordrhein-Westfalen, 1956 Kölner Stadtrat, wo er sofort das Amt des Fraktionsvorsitzender der SPD erhielt und 1961 zum Amtsnachfolger des verstorbenen Bürgermeisters Josef Haubrich gewählt wurde. Zwischen 1973 und 1980 war van Nes Ziegler Kölner Oberbürgermeisters, vorher und danach Landtagspräsident. |
Willy Millowitsch,
Volksschauspieler
8. 1.1909 bis 20. 9. 1999,
Ehrenbürger seit 17. 11. 1988 |
Schon als Kind stand Willy auf der Bühne des Kölner Millowitsch-Theaters, das seit dem 19. Jahhundert in Familienbesitz ist. Dieses Theater leitete er ab 1940 rund 50 Jahre lang und machte es als Direktor, Regisseur und Hauptdarsteller zu einer der beliebtesten deutschen Volksbühnen. Mit dem "Etappenhasen" begann 1953 die regelmäßigen TV-Übertragungen von der Millowitsch-Bühne. In Boulevardkomödien ebenso wie in Unterhaltungsfilmen brachte Millowitsch mit seinem rheinischen Humor, seinem Kölner Dialekt und seiner derb-komischen Art das Publikum zum Lachen |
Heinrich Böll,
Schriftsteller und Nobelpreisträger der Literatur
21. 12. 1917 bis 16. 7. 1985,
Ehrenbürger seit 25. 11. 1982 |
Als Sohn eines Bildschnitzers in Köln geboren, begann Heinrich Böll nach dem Abitur 1938 eine Buchhändlerlehre und wurde ein Jahr später zur Wehrmacht eingezogen. Nach der Rückkehr aus Krieg und Gefangenschaft veröffentlichte er in Zeitungen und Zeitschriften seine ersten Kurzgeschichten. |
Prof. Dr. h. c. Peter Ludwig, Fabrikant und Kunstsammler
9.7.1925 bis 22.7.1996,
Ehrenbürger seit 25.9.1975 |
Der Aachener Schokoladenfabrikant und Kunstmäzen Peter Ludwig und seine Frau Irene haben die Kölner Museenlandschaft entscheidend geprägt: Sie stifteten Spitzenwerke der Kunst des 20. Jahrhunderts - insbesondere der amerikanische Pop-Art - zunächst für eine eigenständige Sammlung im Wallraf-Richartz-Museum. 1976 entstand daraus das Museum Ludwig, das 1986 in einem gemeinsamen Gebäude mit dem Wallraf-Richartz-Museum zu einem der Höhepunkte des neugeschaffenen Kölner Musumskomplexes am Fuße des Doms wurde. Nach weiteren Schenkungen und Dauerleihgaben beschloß der Kölner Stadtrat die alleinige Nutzung des Standorts durch die Sammlung Ludwig und den Neubau des Wallraf-Richartz-Museums neben dem Gürzenich. |
Dr.h.c. Theo Burauen,
Oberbürgermeister
19.10.1906 bis 28.10.1987,
Ehrenbürger seit 10.12.1973 |
In Köln geboren, trat Burauen bereits als Zwanzigjähriger in die SPD ein. Ab 1932 leitete er den Vertrieb der sozialdemokratischen "Rheinischen Zeitung" und wurde 1933 wegen des Verbots der SPD durch die Nationalsozialisten zeitweise arbeitslos. 1945 kehrte Burauen nach Köln zurück und wurde im Oktober 1946 in den Stadtrat gewählt.1956 konnte die SPD bei den Kommunalwahlen stärkste Fraktion werden, und Burauen wurde zum Oberbürgermeister gewählt. Von diesem Amt trat er 1973 freiwillig zurück. Bei den Besuchen von Charles de Gaulle, John F. Kennedy und Königin Elisabeth repräsentierte er staatsmännisch die Stadt Köln. Der "Döres", wie Burauen in Köln genannt wurde, verdankte seine außerordentliche Popularität dem engen Kontakt zu den Menschen in der Stadt. |
Josef Kardinal Frings,
Erzbischof
6. 2. 1887 bis 17. 12.1978,
Ehrenbürger seit 2. 6. 1967 |
Kardinal Frings war der hohe geistliche Würdenträger aus Köln, der nach dem Krieg den Kohlenklau mit seiner berühmten Ablasspredigt - zumindest kirchlicherseits - legalisiert hat. Wer in dieser harten Zeit nichts zu Essen hatte, musste aber auch ab und zu Kartoffeln klauen. Sehr zum Leidwesen der Bauern, die sich wiederum bei den Tauschgeschäften, Wertsachen gegen Essbares, schadlos hielten. Der katholische Theologe war zwischen 1942 und 1969 Erzbischof in Köln, seit 1946 Kardinal. |
Prof. Dr. Theodor Heuss,
Bundespräsident
31. 1. 1884 bis 12. 12. 1963,
Ehrenbürger seit 25. 6. 1959 |
Bundespräsident Theodor Heuss war der Stadt Köln recht verbunden. Mehrfach besuchte er die Domstadt, um besonderen Anlässen beizuwohnen. So z.B. 1950 als das 1900jährige Stadtjubiläum gefeiert wurde, 1952 im Mai bei der Einweihung der Antoniterkirche und im Juni zur Eröffnung des Funkhauses am Wallrafplatz. 1957 eröffnete er das damalige Wallraf-Richartz-Museum an der Rechtschule (heute: Museum für Angewandte Kunst). Am 26. August 1959 wurde dem scheidenden Bundespräsidenten das Ehrenbürgerrecht verliehen. |
Dr. h. c. Konrad Adenauer,
Kölner Oberbürgermeister und Bundeskanzler
5. 1. 1876 bis 19. 4. 1967,
Ehrenbürger seit 2.1.1951 |
Adenauer ist der bekannteste und einflußreichste Kölner Politiker des 20. Jahrhunderts. 1917, im 1. Weltkrieg, wurde er Oberbürgermeister der Stadt, 1920 zugleich Präsident des preußischen Staatsrates. In seiner Zeit als Oberbürgermeister setzte er die Gründung der Kölner Messegesellschaft und die Anlage des Grüngürtels durch.
1933 wurde er aus allen Ämtern entlassen, lebte danach zurückgezogen. 1945 war er Mitbegründer der CDU und wurde 1946 deren Vorsitzender in Nordrhein-Westfalen, später dann (1949) Chef der Bundes-CDU. Als Vorsitzender des Parlamentarischen Rats (1948) hatte er maßgeblichen Anteil an der Schaffung des Grundgesetzes und der Errichtung der Bundesrepublik Deutschland, die er von 1949 bis 1963 als Bundeskanzler führte. Adenauer steht für den erfolgreichen Wiederaufbau, die Aussöhnung mit Frankreich und die Integration Westdeutschlands in die Westeuropäische Union (WEU) und in den Nordatlantikpakt (NATO). |
Dr. h. c. Hans Böckler,
Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbunds
26-2. 1875 bis 16. 2. 1951,
Ehrenbürger seit 2. 1. 1951 |
Der gebürtige Trautskirchener Böckler kam 1920 im Alter von 45 Jahren in die Domstadt. Vier Jahre später wurde er Stadtverordneter, nach weiteren drei Jahren Bezirkssekretär im Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbund. Zwischen 1928 und 1933 übernahm der Sozialdemokrat ein Abgeordnetenmandat im Reichstag; nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten wurde der Kopf der dann illegalen Gewerkschaftsbewegung verfolgt und in Schutzhaft genommen. Von Köln aus initiiierte Böckler nach Kriegsende den Wiederaufbau der Gewerkschaften. |
Prof. Dr. Alexander Schnütgen,
Domkapitular
22. 2. 1843 bis 24. 11. 1918,
Ehrenbürger seit 26. 10. 1910 |
Ein Kölner Museum trägt seinen Namen nach dem Begründer des Hauses, dem Kölner Domkapitular Alexander Schnütgen, der 1906 seine Sammlungen kirchlicher Kunst der Stadt Köln geschenkt hat.1910 wurde die Sammlung am Hansaring, in einem eigens dafür errichteten Anbau an das Kunstgewerbemuseum der Stadt, erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Im Zuge der Neugliederung des Kölner Museumsbesitzes erhielt das Schnütgen-Museum weitere bedeutende Werke kirchlicher Kunst. |
Wilhelm von Becker,
Oberbürgermeister
12. 7. 1835 bis 11. 1. 1924,
Ehrenbürger seit 12. 7. 1905 |
Wilhelm Becker, geb. 1835 in Tangermünde, war zunächst Bürgermeister in Halberstadt und Oberbürgermeister in Dortmund und Düsseldorf, bevor er 1886 Oberbürgermeister von Köln wurde. In seiner 21-jährigen Amtszeit ebenete er Kölns Weg zur Großstadt. So konnte er gleichermaßen die preußischen Behörden wie die Zweifler in den eigenen Reihen am 27. Oktober 1887 in einer flammenden Rede davon überzeugen, daß eine Stadterweiterung, welche die Vororte Kölns einbezieht, für die strukturelle Neuorganisation notwendig sei. Unter seiner Ägide wurden eine Reihe anderer Neuerungen eingeführt, wie z.B. die Kanalisation, der Rheinauhafen, das Elektrizitätswerk, elektrische Staßenbahnen und die Anlage des Stadtwaldes. Auch kümmerte er sich um die Verbesserung der Volksbildung und unterstütze die Einrichtung öffentlicher Lesehallen. Am 12. Juli 1905 wurde ihm in einer außerordentlichen Stadtverordneten-Sitzung in Hansa-Saal des Rathauses feierlich das Ehrenbürgerrecht verliehen. Becker starb 1907. |
Dr. Heinrich von Stephan,
Staatssekretär und Generalpostmeister
7. 1. 1831 bis 8. 4. 1897,
Ehrenbürger seit 25. 4. 1895 |
Stephan gilt als der Vater des modernen deutschen Postsystems. Im pommerschen Städtchen Stolp als Kind einer Handwerkerfamilie geboren, trat er dort 1848 in den Dienst der Postverwaltung und wurde 1870 - nach verschiedenen Tätigkeiten und Beförderungen - von Wilhelm I., König von Preußen, zum Generalpostmeister des Norddeutschen Bundes ernannt. Er schuf aus den unterschiedlich organisierten Postverwaltungen der deutschen Bundesstaaten die Deutsche Reichspost und wurde zum Initiator des 1874 gegründeten Weltpostvereins, der die Grundlage für einen effizient organisierten internationalen Post- und Nachrichtenverkehr bildete. |
August Reichensperger,
Appellationsgerichtsrat
22. 3.1808 bis 16.7.1895,
Ehrenbürger seit 25. 4. 1895 |
Reichensperger war einer der Hauptförderer des Kölner Dombaues. Zugleich setzte er sich aus religiöser und künstlerischer Überzeugung für den gotischen Stil ein, den er als schlechthin christlichen interpretierte. Seit Gründung des Dombau-Vereins war er Mitglied des Verwaltung Ausschusses, bis 1844 zugleich erster Sekretär. Mehrmals lehnte er eine Wahl zum Präsidenten des Zentral-Dombauvereins ab, blieb aber Redakteur des Kölner Domblattes, das die wichtigste Stimme des Vereins war. |
Dr. Gustav von Mevissen,
Geheimer Kommerzienrat
20. 5. 1815 bis 13. 8. 1899,
Ehrenbürger seit 25. 4. 1895 |
Geboren in Dülken am Niederrhein, lebte von Mevissen seit 1841 ständig in Köln und wurde er auf dem Friedhof Melaten begraben. Der liberale Politiker war Abgeordneter des Vereinigten Preußischen Landtags (1847), der Frankfurter Nationalversammlung (1848/49), des Erfurter Parlaments (1850) und ab 1865 unbesoldeter Beigeordneter der Stadt Köln. |
Helmuth Graf von Moltke,
Generalstabschef und Schriftsteller
26. 10. 1800 bis 24. 4. 1891,
Ehrenbürger seit 9. 6. 1879 |
Moltke entstammt einer mecklenburgischen Familie und wuchs im dänischen Holstein auf. 1811 bis 1817 besuchte er die Kadettenakademie in Kopenhagen, 1818 wurde er Page am Königshof, von 1819 bis 1822 war er Leutnant in dänischen Diensten und trat 1823 in die preußische Armee ein. 1832 wurde er in den Großen Generalstab versetzt. 1835 erhielt er Urlaub zu einer Bildungsreise in den Südosten Europas; auf Wunsch des Sultans wurde er von 1836 bis 1839 als Instrukteur der türkischen Truppen abkommandiert. Von 1858 bis 1888 war er Chef des Generalstabs.
Seine schriftstellerischen Werke umfassen u.a. die Nouvelle Zwei Freunde (1827), Briefe über Zustände und Begebenheiten in der Türkei (1841) und die Geschichte des Deutsch-Französischen Krieges (1891). |
Otto Fürst von Bismarck,
Reichskanzler
1. 4. 1815 bis 30. 7. 1898,
Ehrenbürger seit 1. 4. 1875 |
Bismarck, Gründer und erster Kanzler des Deutschen Reiches von 1871, gilt als einer der bedeutendsten Persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts. Geboren in Schönhausen bei Stendal, vermochte er als junger Abgeordneter im Preußen die Autorität der Monarchie gegen das Parlament durchzusetzen. Nach den - für Preußen erfolgreichen - Kriegen gegen Dänemark (1864) und Österreich (1866) gründete er den Norddeutschen Bund und schloss mit den süddeutschen Staaten Schutzbündnisse. 1870 provozierte Bismarck mit der Emser Depesche die Kriegserklärung Frankreichs an Preußen und damit den Deutsch - Französischen Krieg von 1870/71, der zur Proklamation Wilhelms I. zum Deutschen Kaiser am 18. Januar 1871 in Versailles und zur Gründung des Deutschen Reiches führte. Bismarck, der Reichskanzler wurde, hatte sein Ziel der Einigung Deutschlands unter preußischer Führung erreicht. |
Ernst Moritz Arndt,
Freiheitsdichter
26. 12. 1769 bis 29. 1. 1860,
Ehrenbürger seit 9. 12. 1859 |
Als Bauernsohn in Schoritz (bei Garz auf Rügen) geboren, studierte Ernst Moritz Arndt von 1791 - 1796 Theologie in Greifswald und Jena. Von 1812-1815 wirkte er als Helfer des Freiherrn vom Stein mit leidenschaftlichen Schriften und Liedern für die nationale Erhebung gegen Napoleon, der das Rheinland und große Teile Nordeuropas eingenommen hatte. 1818 wurde er Professor der Geschichte in Bonn. In der Frankfurter Nationalversammlung von 1848/49 trat er für ein preußisches Kaisertum ein, zeitlebens für die politische Freiheit und Einheit aller Deutschen. |
Franz Egon Graf von Fürstenberg-Stammheim
24. 3. 1797 bis 20. 12. 1859,
Ehrenbürger seit 18. 12. 1856 |
Der königliche Kammerherr und Besitzer des Stammheimer Schlosses wurde für seine Verdienste um die Mitgründung des Dombau- und Kunstvereins am 18.12.1856 zum ersten Ehrenbürger der Stadt Köln ernannt. |