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Ob bei den »harten« oder den »weichen« Standortfaktoren - Köln ist Spitze im Vergleich zu anderen deutschen Großstädten. Das hat das Bremer Institut für Wirtschaftsforschung ermittelt, als es 10 Städtetests analysierte. Alles in allem liegt Köln vor München, Hamburg und Bonn.

So wurden beispielsweise 83 deutsche Großstädte in einer Studie unter die Lupe genommen. In diesem Städtetest - veröffentlicht vom Magazin Focus - belegt Köln einen stolzen zweiten Platz. Die Domstadt konnte sich vor allen Dingen als Metropole mit dem höchsten Wachstumspotenzial auszeichnen.
In einer Untersuchung der erwarteten Rentabilität von Immobilien-Investitionen hat das Anlegermagazin »Cash« Köln als den attraktivsten Standort in Deutschland bezeichnet.

Köln ist die viertgrößte Stadt Deutschlands und die größte Stadt Nordrhein-Westfalens. Über 2,1 Mio. Menschen leben in der Wirtschaftsregion, die auch die Stadt Leverkusen, den Rhein-Erft-Kreis, den Rheinisch-Bergischen-Kreis und den Oberbergischen Kreis umfaßt. Hier sind alle maßgeblichen Industriezweige vertreten: Neben der Kraftfahrzeugindustrie vor allem auch international bedeutende Unternehmen der Chemie- und Pharma-Industrie, der Elektrotechnik, des Maschinenbaus, aber auch der Nahrungsmittelproduktion. Als ehemalige Hansestadt kann Köln auf eine lange Tradition als Handelsmetropole zurückblicken.

Im Versicherungswesen und als Messestadt ist der Standort seit Jahrzehnten etabliert. Im Bereich der Informationstechnologie gibt es im Kammerbezirk inzwischen über 7.800 Unternehmen. Besonders dynamisch hat sich in den vergangenen Jahren die Medienbranche entwickelt: Bei Film, Funk und Fernsehen nimmt Köln in Deutschland inzwischen die führende Position ein. Eine hohe Exportquote (über 40%) und das attraktive Einzugsgebiet machen die Region für Unternehmensgründer wie für Investoren zum Anziehungspunkt: So werden in einem Radius von nur 300 km rund um Köln über 40 Prozent des gesamten Bruttoinlandsproduktes der Europäischen Union erwirtschaftet.

Dies mag im Besonderen der blühenden Kölner Medienbranche zu danken sein. Doch es sind hauptsächlich die sogenannten weichen Standortfaktoren, die den "Wohlfühlcharakter" der Stadt ausmachen: überschaubare Veedel und dennoch Großstadtatmosphäre, ausgedehntes Nachtleben und internationale Restaurants, ein reichhaltiges Angebot an Museen, Theatern und Musikveranstaltungen sowie jede Menge Adressen für Sport und Wellness.

»Jeden Tag Party«

Unter dieser Schlagzeile veröffentlichte die Wirtschaftswoche eine Reportage über Köln. Danach zieht die Stadt der Singles ein junges Publikum an, für das die City zur Bühne der Lebensstile wird.

Das kulturelle Panorama der Stadt deckt von bildender Kunst über Literatur, Theater und moderne wie klassische Musik ein breites Spektrum ab. Außerdem ist Köln, die Stadt am Strom, eine der grünsten Großstädte Deutschlands mit vielen innerstädtischen Parkanlagen, alten Alleen und einem um die Stadt verlaufenden Grüngürtel. Für die Besucher von Messen, Kongressen oder kulturellen Großveranstaltungen stehen kleine Pensionen ebenso wie 5-Sterne-Hotels zur Verfügung. Und Besucher werden in der Domstadt mit ihrem mediterranen Flair und der herzlichen Gastfreundschaft jederzeit gerne willkommen geheißen.

Köln 100 Seiten

Schönes Souvenir: 100 Impressionen der Rheinmetropole

Köln Bilder

Schöner Blick auf die Domstadt am Rhein

Geographie nach oben

Die alte Römerfeste Colonia Claudia Ara Agrippinensium liegt mitten im Herzen Europas und ist heute eine der modernsten Städte Deutschlands. Der Rhein als Wasserstraße, aber auch Autobahnen und Zugverbindungen der Ost-West- wie der Nord-Süd-Richtung passieren das »Wirtschaftszentrum West«. Damit liegt Köln im Zentrum der kaufkraftstärksten Region der Europäischen Union. Im näheren Einzugsgebiet leben rund 30 Mio. Menschen, im Umkreis von 500 km über 120 Mio. und damit rund ein Drittel der EU-Bürger.

Daten und Fakten
Geographische Lage,
bezogen auf den Dachreiter des Domes:
50° 56' 33'' nördliche Breite
6° 57' 32'' östliche Länge von Greenwich
Höhe: 55 m über dem Meer
Ausdehnung Ost-West: 27,6 km
Ausdehnung Nord-Süd: 28,1 km
Gesamtfläche: 405 qkm
Einwohner: 1.020.116
Stadtgrenze/Umfang: 130 km
Höchstes Gebäude: Fernmeldeturm Colonius, 266 m

Kölnatlas

Köln von seiner historisch-topographischen Seite




Köln im Schnee

Winterromantik am Strom

Klima & Umwelt nach oben

Die Kölner Bucht, so die geografische Bezeichnung für die Region Köln, gehört klimatisch zum Nordwestdeutschen Flachland und steht unter dem Einfluß des Atlantischen Ozeans und der Nordsee. Köln hat ein mildes Klima; die täglichen und jährlichen Temperaturschwankungen sind gedämpft, und die Niederschläge relativ gleichmäßig über das Jahr verteilt. Im Winter gehört die Kölner Bucht zu den wärmsten Regionen Deutschlands: Schnee, der über mehrere Tage im Stadtgebiet liegen bleibt, gehört zu den absoluten Ausnahmen. Dieser Vorteil (zumindest für Autofahrer) wird erkauft mit einer relativ hohen Anzahl von Tagen mit bedecktem Himmel und damit einer – im Vergleich zu den anderen deutschen Großstädten – unterdurchschnittlichen Sonnenscheindauer sowie einer hohen Luftfeuchtigkeit.
Bis in die siebziger Jahre hinein unterlag Köln als Industriestandort (»Chemiegürtel« und Braunkohlekraftwerke im Westen der Stadt) einer hohen Luftverschmutzung, zu der natürlich auch der drastisch ansteigende PKW-Verkehr beitrug. Der Rhein galt biologisch weitgehend als toter Fluss. Nach der Rauchgas-Entschwefelung der Kraftwerke und der Einführung des Katalysators können Kölner und Besucher wieder tief durchatmen: So nahm die Belastung mit Schwefeldioxid im Jahresmittelwert von teilweise über 100 Mikrogramm pro Kubikmeter Mitte der sechziger Jahre auf 10 Mikrogramm Ende der neunziger Jahre drastisch ab. Im gleichen Zeitraum verminderte sich der durchschnittliche Kohlenmonoxid-Anteil von 8 auf 2 Milligramm pro Kubikmeter.
Auch der Rhein ist durch die gemeinsamen Anstrengungen der Anliegerstaaten und der massiven Investition in Kläranlagen wieder zu einem verhältnismäßig sauberen Fluß geworden, in den viele Fischarten zurückgekehrt sind, wie beispielsweise der Lachs.

Monate Mittlere Temperatur
(in Grad Celsius)
Durchschnittl. tägl. Sonnenscheindauer (in Std.) Niederschläge
(in mm)
Januar 2,0 1,3 55
Februar 2,7 3,7 52
März 6,1 2,3 41
April 9,8 4,0 51
Mai 14,1 2,9 58
Juni 17,2 7,0 76
Juli 18,7 8,5 68
August 15,4 7,7 81
September 15,4 4,1 59
Oktober 10,7 3,2 53
November 6,4 3,3 60
Dezember 3,2 1,8 65

Hohenzollernbrücke

Ob Kölner oder Touristen – alles trifft sich am Dom

Bevölkerung nach oben

Mit ca. 1 Mio. Einwohner ist Köln die viertgrößte Stadt Deutschlands und die größte Stadt Nordrhein-Westfalens. Über 2,1 Mio. Menschen leben in der Wirtschaftsregion, die auch die Stadt Leverkusen, den Rhein-Erft-Kreis, den Rheinisch-Bergischen-Kreis und den Oberbergischen Kreis umfaßt.
Die Bevölkerungsdichte beträgt in Köln ca. 2380 Einwohner je qkm, in der gesamten Region 840 Einwohner je qkm. Der Anteil der Ausländer an der Gesamtbevölkerung liegt in der Stadt Köln bei knapp 20%. Etwas mehr als 500.000 Haushalte sind in der Stadt vertreten, davon ungefähr die Hälfte Einpersonenhaushalte mit stark zunehmender Tendenz.

Eine Einwohnerprognose bis zum Jahr 2015 legte das Amt für Stadtentwicklung und Statistik im Januar 2002 vor. Danach bleibt Köln auch in den ersten Jahrzehnten des dritten Jahrtausends eine Millionenstadt: Genau 1.008.000 Einwohner werden für das Jahr 2015 vorausgesagt.
Im Ergebnis gewinnt Köln nicht nur durch Zuzüge aus dem Ausland, sondern auch durch die Zuwanderung jüngerer deutscher Bevölkerung. Per Saldo werden sich beispielsweise mehr Absolventen aus anderen Universitätsstädten in Köln anmelden als wegziehen.

Die Kölner und ihr Image

Das Amt für Stadtentwicklung und Statistik hat in einer Studie untersuchen lassen, welches Bild die Kölner von ihrer Stadt haben, und wie Köln von außen gesehen wird. »Köln ist, was es scheint« - so können die Ergebnisse der Studie zusammengefasst werden. Überwiegend besteht ein Gleichklang zwischen Außen- und Selbstimage. So ist es der Stadt offensichtlich in den letzten Jahren gelungen, neben dem traditionellen Image (nicht nur als Karnevalshochburg) auch ihre Qualität als Wirtschaftsstandort, insbesondere der Medien- und IT-Industrie, in den Vordergrund zu bringen.
Aus Sicht der Auswärtigen gilt Köln als kosmopolitische Stadt, die sich lebenslustig, gastlich und weltoffen zeigt. Spontan denken drei Viertel der Befragten an den Kölner Dom, wenn sie die Stadt beschreiben sollen. Mit weitem Abstand folgen der Rhein (29%), der Karneval (20%) und die Altstadt (15%).
Neben den traditionellen Stärken Kölns - Kunst, Kultur, Unterhaltungs- und Einkaufsqualität - hat inzwischen der Wirtschaftsfaktor »Medien« bei den Kölner selbst eine Spitzenbewertung erhalten und wird sehr viel stärker wahrgenommen (Kölner Bevölkerung: 68%) als von außerhalb. Nicht zuletzt die Vielzahl der medienbezogenen Events (Ringfest, Medienbürgfest) haben zu dieser Entwicklung beigetragen.

Bevölkerungs-Statistik

Köln bleibt Millionenstadt - auch im Jahr 2015


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